Nutzen der Digitalisierung für eine nachhaltige Landschafts- und Raumentwicklung (NUDIG)

Das Thema „Digitalisierung“ – ein allgegenwärtiges mobiles Internet, kleine, leistungsfähige und bezahlbare Sensoren, bisher ungekannte Datenmengen, sowie Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen – ist ein allseits diskutierter Megatrend. Für Technik und Fachplanungen kristallisieren sich die Entwicklungsstands allmählich heraus. Doch wie sich die Digitalisierung auf den Raum und die Planung auswirkt, ist momentan noch kaum erforscht. Empfehlungen für Gemeinden und Regionen fehlen gänzlich: Kann der Verkehr durch die zunehmende Automatisierung siedlungsverträglicher werden? Welchen Beitrag kann eine Industrie 4.0 zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung leisten? Welche Aufgaben können Orts- und Stadtzentren in Konkurrenz zum zunehmenden Online-Handel übernehmen? Kann die «digitale Freizeitnutzung» dazu führen, Landschaft ökologisch verträglicher zu nutzen?
Also schlussendlich die Frage wie durch die Digitalisierung Siedlung, Verkehr und Landschaft nachhaltiger entwickelt und zielgerichteter aufeinander abgestimmt werden können.
 

Das Forschungsprojekt NUDIG gibt Antworten auf diese Fragen zuhanden der Gemeinden und Regionen der Schweiz. Es beantwortet, was Digitalisierung konkret für die Planung in den Gemeinden und Regionen bedeutet: Welche Weichen sind wie und wann zu stellen? Es geht also darum, den abstrakten Megatrend „Digitalisierung“ auf konkrete Hilfestellungen für konkrete Entscheidungen für die Entscheidungsträger in den Gemeinden und Agglomerationen runterzubrechen.

Digitalisierung in Landschafts- und Raumentwicklung als kontinuierlicher Lernprozess

Brüche und disruptive Veränderungen, die vielfach durch die Digitalisierung erwartet werden, spiegeln sich auch im Forschungsdesign wider, das als kontinuierlicher Lernprozess des Demingkreises gestaltet ist:

  • Plan: Relevanz und Zielbestimmung durch Fach-Community (Delphi-Umfrage)
  • Do: Auf Pilotprojekte in einer Modellregion runterbrechen
  • Check: Im Prozess Lernen und Bewerten
  • Act: Zweiter Durchlauf Modellregionen und Übertragung

Projektteam NUDIG

Roger Bräm
Roger Bräm, Institut für Landschaft und Freiraum
Claudio Büchel
Claudio Büchel, Institut für Raumentwicklung
Livia Buchmann
Livia Buchmann, Institut für Raumentwicklung
Dirk Engelke
Dirk Engelke, Institut für Raumentwicklung
Carsten Hagedorn
Carsten Hagedorn, Institut für Raumentwicklung
Hans-Michael Schmitt
Hans-Michael Schmitt, Institut für Landschaft und Freiraum
Roman Seiler
Roman Seiler, Institut für Raumentwicklung
Jolanda Zurfluh
Jolanda Zurfluh, Institut für Raumentwicklung

Über den/die Autor/in

Dirk Engelke

Dirk Engelke ist Professor für Raumentwicklung am IRAP Institut für Raumentwicklung und Co-Leiter des HSR Kompetenzzentrum Geoinformation

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